IFBB Beach Bodies  

   
  1. Beach Bodies
  2. SOMMERFEST DER IFBB-AUSTRIA

Die IFBB-Austria präsentiert 

BEACH BODIES

 Die beste Vorbereitung auf die Herbstsaison

 Donnerstag 15. August 2019 

 FLADNITZTALARENA

SPORTPLATZ 1 - 3125 STATZENDORF 

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Ausschreibung                             Anmeldung

 

Wann? 6. Juli 2019 ab 13 Uhr61250041 2812281842122318 1679667374803910656 n
Wo? Beef & Burger St. Pöltner Str. 12, 3130 Herzogenburg 
Wer? Für alle IFBB-Austria Athleten und solche, die es noch werden wollen, Sponsoren, Offizielle und Freunde der IFBB-Austria 
Anmeldung: Ab sofort unter office@ifbb-austria.at
Achtung: Teilnehmerzahl aufgrund der Platzgegebenheiten mit 50 begrenzt. Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen (bitte inclusive Begleitung angeben)
Programm: Begrüßung - Ehrung erfolgreicher IFBB-Austria Sportler - Ausblick auf weitere Vorhaben der IFBB-Austria - Gemeinsames á la carte Schmausen
   
Montag, 03 August 2015 00:00 geschrieben von

Hier unser Poster für die Österreichische Neulingsmeisterschaft am 5. September in Grafenwörth (NÖ). Wie es schon gute Tradition hat, sind auch heuer wieder Sieger vergangener Meisterschaften abgebildet. Diesmal sind es v.l.n.r.: Magalie Berghahn - Siegerin Talentecup 2015 Bikini Fitness, Mathias Sanetra - Sieger Talentecup Männer und Junioren Physique und Carina Glatzl - Siegerin und Gesamtsiegerin Int. Österreichische Meisterschaft 2015 Bikini Fitness.

Ihr wollt auch auf eines unserer kommenden Posters? Dann anmelden unter www.ifbb-austria.at :-) Der Sieger, die Siegerin ist schon unter Euch ... :-)

Text: Dr. Wolfgang Schober

Posterdesign: Dockner Druck

Fotos: Silvia Schober

Freitag, 31 Juli 2015 00:00 geschrieben von

PULS 4 TV bei Präsentationsseminar am 8.8. im Wiener Top Gym

Die IFBB-Austria wird am Samstag, dem 8. August im Wiener Top Gym ein Präsentationsseminar für Frauen organisieren. Die Coaches sind international erfolgreiche Athleten:

* Vize Ms Olympia Stephanie Davis wird mit den Teilnehmerinnen praktisch Line Up, Gehen auf der Bühne, Drehungen und T-Walk üben.

* EM, WM und Arnolds USA Sieger Dr. Wolfgang Schober wird aus seiner Sicht als Athlet, International Judge und Pro Judge Tipps und Tricks weitergeben, wie man aus einer guten eine gut bewertete Präsentation macht.

Mit dabei wird auch der bekannte TV-Sender PULS 4 sein, der Stephanie Davis in ihrer Wettkampfvorbereitung begleitet.

Wer also ins Fernsehen will und darüber hinaus noch Top-Informationen von internationalen Top-Sportlern erhalten möchte, unter seminar@ifbb-austria.at könnt ihr Euch anmelden.

Einige Restplätze sind noch zu haben ...

Mittwoch, 29 Juli 2015 22:18 geschrieben von

Alexander und Christoph Friedl: The Shredded-Twins - Unser Werdegang

Als wir mit 15 Jahren mit dem Krafttraining begannen, waren wir sehr dünn, wir wogen nur 59 kg (bei gleicher Größe wie heute!). Damals sahen wir einen Film mit Arnold Schwarzenegger und wussten: Wir wollen auch einen muskulösen Körper haben! Für den einen alle bewundern. Natürlich musste es nicht gleich ein Körper wie der von Arnold sein (obwohl es uns auch nicht gestört hätte ;) aber zumindest einen wie die Jungs aus Baywatch.

Also begannen wir daheim zu trainieren und siehe da, es zeigte Wirkung. Denn einmal hatten wir in der Schule gemeinsam mit den Mädchen turnen und am Reck rutschte uns das Shirt hoch, wodurch alle Mädels unseren durchtrainierten Waschbrettbauch sehen konnten. Und auf einmal waren wir das Gesprächsthema der Schule und alle Mädels wollten mit uns „gehen“ (zusammen sein) :D

Doch schon nach einiger Zeit stellten sich die Muskelzuwächse ein. Unsere Leistung (Wiederholungen) in Liegestütz, Situps und Kniebeugen stieg zwar, aber die erhofften Zuwächse blieben aus. Also kamen immer mehr Geräte, Gewichte und Hanteln zu unserem „Homegym“ hinzu. Bis wir sogar eines Tages teure Fitnesscenter-Geräte in unserem Keller hatten. Und als auch das nicht mehr reichte, weil wir überall schon am höchsten Gewicht angekommen waren, meldeten wir uns im Fitnesscenter an.

Wir trainierten anfangs täglich, das Training wurde immer intensiver, wir fanden immer wieder neue Systeme High-Intensity-Training (HIT), Hypertrophy-specific-Training (HST), German-Volume-Training (GVT), usw. und nahmen alle Intensitätstechniken in unser Trainingsprogramm auf egal ob Intensivwiederholungen, abnehmende Sätze, Teilwiederholungen, Abfälschen, Burns, usw…

Bis wir maßlos übertrainierten! Damals wussten wir noch gar nicht was Übertraining überhaupt ist, bzw. dass es so etwas überhaupt gibt, und schon gar nicht, dass wir uns bereits darin befanden! Wir wussten nur, dass wir vollkommen fertig waren, wie bei einem Burnout-Syndrom. Das ging sogar so weit, dass wir 2 Wochen nicht mehr Schlafen konnten bzw. nicht in die Tiefschlafphase kamen.

Daraufhin haben wir jeden Tag Stunden vor dem PC verbracht, um uns über Krafttraining zu informieren. Wodurch wir dann erfuhren, dass wir im Übertraining waren…

Aber bei dieser Recherche erfuhr ich noch viel mehr und merkte wie komplex das Thema Muskelaufbau ist.

Es gibt so viele verschiedene Ansätze zum Training, viele Sätze, wenige Sätze, 1 Satz, lange Pausen, kurze Pausen, keine Pausen, so viele Intensitätstechniken, so viele Dinge die zu beachten sind wie auch noch die Ernährung und Regeneration…

Doch wir machten weiterhin nur sehr langsam Fortschritte, bis wir irgendwann an einem Plateau angekommen waren und uns 2 Jahre lang nicht verbessert hatten, also kein Gramm Muskelmasse aufgebaut hatten. Trotz perfektem Split-Plan an 5 Tagen die Woche, höchster Intensität, der besten Übungen für jeden Muskel, vieler Intensitätstechniken (für noch mehr Intensität!) und perfekter Ernährung und Nahrungsergänzung. Wütend über diese ernüchternde Erkenntnis, dass wir irgendetwas falsch machen mussten, wollten wir das Training schon hinwerfen, denn wofür trainiert man wenn nichts weiter geht?!

Doch dann haben wir uns gedacht ok schmeißen wir diesen „perfekten“ Plan einfach mal über den Haufen und trainieren mal ganz anders! Denn was hatten wir zu verlieren, außer dass wir noch immer nicht mehr Muskelmasse aufbauen, denn besser als gar nicht zu trainieren ist es alle mal. Wir trainierten ab jetzt stressfreier, weniger, dafür aber schwerer und schon hatte ich 2kg mehr, dann 4kg, dann 8kg mehr und jetzt schon über 20kg mehr als damals, bei gleichem einstelligen Körperfettanteil von 5-6%!!!

Es ging Jahr für Jahr rauf! Und es ist noch immer kein Ende in Sicht!

Wodurch unser Buch „Maximaler Muskelaufbau – Das Muskelaufbau Geheimnis“ entstand.

Und wir ließen nie locker! Wir haben schließlich sogar unseren Beruf als EDV und Kommunikationstechniker bei der Firma Siemens gekündigt, um Sportwissenschaften studieren zu können, weil uns dieses Thema so sehr interessiert hat und noch immer interessiert.

Heute trainieren wir seit über 15 Jahren (Stand 2015), studierten Sportwissenschaften, sind Fitnesstrainer, Fitnessmodel, besitzen ein Sportnahrungsunternehmen (TopSportNahrung.com) und ein Fitnesscenter.

Zum Wettkampfbodybuilding (Klasse: Mens Physique) kamen wir April 2014, recht spät im Alter von 28 Jahren, aber deswegen macht es nicht weniger Spass

Steckbrief Chris:

Name: Christoph Friedl
Geboren am: 26.7.1985
Größe: 1,80m
Gewicht ON-Season: 85kg

Gewicht OFF-Season: „What is Off-Season?“
Sternzeichen: Löwe

Profession:
• Fitnesstrainer
• Personalcoach für Training und Ernährung
• Fitnessmodel
• Autor

Inhaber TopSportNahrung.com + TSN Ultimate Fitness Center

Ausbildung:

Studium Sportwissenschaften

Crossfit Instructor Level1

Steckbrief Alex:

Name: Alexander Friedl
Geboren am: 26.7.1985
Größe: 1,80m
Gewicht ON-Season: 85kg

Gewicht OFF-Season: „What is Off-Season?“
Sternzeichen: Löwe

Profession:
• Fitnesstrainer
• Personalcoach für Training und Ernährung
• Fitnessmodel
• Inhaber TopSportNahrung.com + TSN Ultimate Fitness Center

Ausbildung:

Studium Sportwissenschaften

Crossfit Instructor Level1

Wettkämpfe 2014:

Talentecup, Östereich – Steyer

  1. Platz – Christoph Friedl

  2. Platz – Alexander Friedl

Internationale österreichische Meisterschaft, Österreich – Wien

  1. Platz – Alexander Friedl

  2. Platz – Christoph Friedl

Ungarn Cup, Ungarn - Budapest

5. Platz – Christoph Friedl

6. Platz – Alexander Friedl

Europameisterschaft, Spanien – Santa Susanna

6. Platz – Christoph Friedl

7. Platz – Alexander Friedl

Mr.Olympia Amateure, Tschechien – Prag

7. Platz – Christoph Friedl

16. Platz – Alexander Friedl

Internationale Österreichische Meisterschaft, Österreich – St.Pölten

  1. Platz – Christoph Friedl

  2. Platz – Alexander Friedl

BodyCult Challange, Österreich – Salzburg

  1. Platz – Christoph Friedl

  2. Platz – Alexander Friedl

BioTech USA-Fitbalance Mr and Ms Beach – Siofók (Ungarn)

  1. Platz + Gesamtsieg– Christoph Friedl

  2. Platz – Alexander Friedl

Ernährung:

Das ganze Jahr über clean, um immer ripped zu sein. Viel Protein (Fleisch, Eier, Milchprodukte), langsame Carbs (Obst, Gemüse, Reis) nur gute Fette (Omega3, Kürbiskernöl, Olivenöl).

Sporadisch Cheatmeals (wenn man mit Freunden essen geht).

In der Wettkampfvorbereitung entfallen die Cheatmeals, es kommt noch ein tägliches Kaloriendefizit dazu und in der letzten Phase werden dann auch noch Milchprodukte und Haferflocken aus der Ernährung gestrichen.

Training:

Großteils schwere Gewichte (6-10Wh)

Hauptsächlich Grundübungen.

Großteils des Jahres ein 2-er Split aus Grundübungen um mehr Wachstumszyklen pro Woche/Jahr zu haben.

Trainingsprogramme wechseln ab: PITT, GVT, HST und Anaboles Training

Genaueres zu unserem Training und unserer Ernährung erfährst du auf unserer Website:

www.TopSportNahrung.com

Bei Fragen zu unserer Ernährung oder Training einfach eine Mail an coaching@topsportnahrung.com

Text: Alexander und Christoph Friedl

Fotos: Silvia Schober und privat 

Mittwoch, 08 Juli 2015 00:00 geschrieben von

Mein sportlicher Werdegang:

Es war im Sommer 1992, als ich in einem Guinnessbuch der Rekorde ein Bild von Arnold Schwarzenegger sah. „Mister Universum“ lautete die Überschrift. Das Bild war aus dem Film „Conan der Barbar“ und rief bei mir, ob seiner imposanten Erscheinung, Begeisterung hervor. Ich las den Artikel zu Ende, dann lief ich zu meinem Vater ins Wohnzimmer und quetschte ihn über den österreichischen Bodybuilder und TV-Star aus. „Wenn ich groß bin will ich auch so Muskeln“, sagte ich zu meinem Vater. Er ging mit mir zum Schrank, in dem er seine Trainingsgeräte aufbewahrte. Darin waren Expander, Königsfeder und Hanteln. Damals war ich noch zu schwach, um mit diesen Trainingsgeräten etwas anzufangen, doch ein paar Jahre danach begann mein Training.

Mit 16 Jahren nahm mich mein Vater dann endlich mit ins Fitnesscenter. Der Besitzer war der mehrfache österreichische Bodybuilding Meister Harald Rumpler. Er und mein Vater lernten mir das Training an den Geräten und klärten mich über die Ernährung im Kraftsport auf. 4 Jahre später beschloss ich die Lehre zum Fitnessbetreuer im zweiten Bildungsweg zu meistern. Ein Jahr darauf absolvierte ich meinen Lehrabschluss und begann als Fitnesstrainer zu arbeiten. Damals gab es noch keine Klasse für Körpertypen wie mich. Dennoch war ich fasziniert vom Bodybuilding und trainierte 4-6 Mal pro Woche im Fitnesscenter und ernährte mich gut. Als dann einige Jahre später die Klasse Männer Physique eingeführt wurde, hatte ich endlich genügend Anreiz, um mich für die Bühne vorzubereiten. Mit großer Unterstützung meiner Arbeitskollegen und zahlreichen Recherchen im Internet brachte ich mich auf den nötigen Wissensstand, um mich alleine für die Bühne vorzubereiten. Und so kam es, dass ich im September 2014 den Schritt auf die IFBB-Austria- und internationale Bühne wagte und mir einige Titel sichern konnte.

Erfolge bei Meisterschaften der IFBB:

1.Platz       Neulingsmeisterschaft 2014

1.Platz       Internationaler Österreich Cup 2014

Top 10       Arnold Classic Europe 2014

1. Platz Int. Österreichische Meisterschaft

Top 15 EM 2015

Text: Christian Lechner

Fotos: Silvia Schober

Name:                          Christian Lechner

Geboren:           am 08.08.1982 Neunkirchen

Bundesland:              Niederösterreich

Wohnort:           2630 Ternitz

Erlernte Berufe:         Fitnessbetreuer / Werkzeugmaschineur

Sportliche Hobbys:  Beachvolleyball, Krafttraining, Tischtennis

Größe: 174cm

Gewicht: 70kg

Mittwoch, 01 Juli 2015 00:00 geschrieben von
Dominik Sterzinger - Mein sportlicher Werdegang
 

In meinem Heimatort Fulpmes (Stubaital in Tirol) eröffnete im Sommer 2000 11037883 10153219212204360 5966932141687346957 ndas erste offizielle Fitnessstudio.

Voller Euphorie fragte ich – damals gerade mal 16 Jahre jung - meine Eltern ob ich mich da anmelden und einen Jahresvertrag machen könne. Weil mein Vater früher schon bei uns im Haus/Keller einen Fitnessraum mit 2 Langhantelbänken, einem einfachen Rollenlatzug und Kurzhanteln eingerichtet hatte und damit auf seinen Körper achtete, erhielt ich sofort sein OK. 
Ich bewunderte in frühen Kindesalter schon den Fulpmer Bodybuilder Bruno Hörtnagl. Mich faszinierten seine Ästhetik und der stählerne Körper, den er besaß. Ich wünschte mir eines Tages nur annähernd mal so ein athletisches, hartes Aussehen zu erarbeiten.

Als ich dann in besagtem Studio trainierte, traf ich auch hin und wieder Bruno der ebenfalls dort trainierte, um sich fit zu halten, denn seine Wettkampfzeit war schon Jahre zurück.
 Ich holte mir hin und wieder Tipps und versuchte diese umzusetzen. Als ich dann die ersten Fortschritte sah, motivierte es mich immer wieder aufs Neue voran zu kommen, um meinen Körper ein athletisches Aussehen zu verleihen. Ich war nie der massige, stark muskulöse Typ, doch mit Definition und Härte tat ich mir eher leicht.
 Somit versuchte ich mein Bestes rauszuholen und arbeitete hart daran, denn wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann gebe ich nicht auf, bevor ich das Ziel nicht erreicht habe. Schließlich  habe ich einen sehr starken Willen und extremen Ehrgeiz. Aufgeben ist für mich keine Option!

Dominik Sterzinger AUT 4. Platz MP über 178 cm IÖM 2015Als zum ersten Mal die Männer Physique Klasse in das Wettkampfprogramm der IFBB-Austria aufgenommen wurde, verfolgte ich diese aufmerksam und dachte mir, dass dies eine Klasse für mich sein könnte.

Über Facebook stieß ich dann auf Mag. Harald Schober. Ich verfolgte seine Wettkämpfe und bewunderte ihn und seine Erfolge sehr. Für mich war Harald dann derjenige, von dem ich lernen wollte. In meinen Augen war er der Beste, und deswegen entschied ich mich dann ihn anzuschreiben und zu fragen, ob er mich für die Bühne vorbereiten würde.
 So kam eins zum anderen und im November 2014 begannen wir zusammen zu arbeiten. Ich fühlte mich bei seiner Art des Coachings sofort wohl und in den besten Händen.  Er brachte mir das nötige Wissen bei, um mich auf der Bühne zu beweisen. Mit vollem Ehrgeiz und riesiger Motivation setzte ich all seine Tipps und Tricks um, die mir der Champ gab. Ich hielt mich mit Punkt und Beistrich an seine Anweisungen in Sachen Ernährung/Training. Ich machte unter seiner Anleitung enorme Fortschritte und konnte zusehen wie sich die Form Woche für Woche verbesserte. Harald sagte immer zu mir ich kann dir nur den richtigen Weg zeigen und dich leiten, gehen musst du ihn selbst. Durch meine Willenskraft und meinen Ehrgeiz in unserem Sport Fuß zu fassen, ging ich seinen vorgezeichneten Weg mit Bravour – so meinte schließlich Harald.

Ich holte am Samstag den 25. April 2015 den Sieg bei dem IFBB-Austria Talentecup in der Männer Physique Dominik Sterzinger bei der Registrierung für den Talentecup 2015Klasse über178cm.  Diesen Tag werde ich wohl nie vergessen: Als ich das erste Mal die Wettkampfbühne sah, war ich extrem nervös. Doch kaum hatte ich meinen ersten Schritt auf die Bühne gesetzt, war die Nervosität weg. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf meine erste Show und darauf meinen Auftritt der Jury so zu präsentieren wie ich es vorher Hunderte Male geübt hatte. Fleiß und die harte Arbeit wurde dann mit dem Sieg belohnt. Ich war überglücklich und konnte es kaum fassen. Einfach nur "wow" – ich sag´s Euch, ein Megagefühl!

Am selben Abend ging es dann gleich weiter nach Budapest zum Int. Fitbalance Cup am Sonntag, um Bühnenerfahrung zu sammeln. Bei dem sehr starken und extrem massig, muskulösen Starterfeld landete ich im Mittelfeld mit dem 7. Platz. Es war ein sehr tolles, lehrreiches Erlebnis für mich. Anschließend ging es nach 7,5 Stunden Autofahrt nach Hause, wo dann die wirklich wichtige Vor-Wettkampf-Woche anstand - die Woche vor der Int. Österreichischen  Meisterschaft (IÖM).


Ich hielt mich genauestens an Haralds Anweisungen, um das Maximum aus mir rauszuholen. Schließlich wollte ich mich in bester Verfassung auf der IÖM präsentieren. Die Nervosität war nicht mehr so stark wie beim Talentecup, da ich den Wettkampf-Ablauf schon kannte. Ich konzentrierte mich auf die Tipps und Harald Schober und Dominik Sterzinger vor dem Talentecup 2015Verbesserungen meiner Präsentation die ich von verschiedensten erfahrenen Wettkämpfern der IFBB-Austria bekam. Ich wollte mich bestmöglich zeigen. Es war ein äußerst starkes Teilnehmerfeld aus verschiedenen Nationen. Als ich dann nach der Vorwahl auf der Finalliste stand, war ich überglücklich.  Und ich war stolz bei einer internationalen Veranstaltung unter den Top 6 Athleten zu sein. Ich gab beim Finale nochmals mein  Bestes ...

Meine Anstrengungen wurden bei der IÖM 2015 schließlich als bester Österreicher in der Männer Physique über 178cm mit dem 4. Platz belohnt.

Ich bin sehr stolz ein Teil der sehr familiären IFBB-Austria zu sein. Ich hoffe sehr, dass noch viele weitere gute Platzierungen folgen werden. Ich werde mich jetzt mit vollem Elan, Ehrgeiz und Willenskraft auf nächstes Jahr vorbereiten. Dann möchte ich mich für die EM qualifizieren. Ich lebe für diesen Sport und werde mein Bestes geben. – Ihr werdet noch von mir hören ;-) (Y) .


Steckbrief:
Name: Dominik Sterzinger
Geboren: am 21.01.1984 in Innsbruck
Bundesland: Tirol
Wohnort: 6073 Sistrans
Erlernte Berufe: Werkzeugbautechniker bis heute 
                          
2013/2014 Ausbildung zum zertifizierten Fitnesstrainer A-Lizenz
Sportliche Hobbys: Kraftsport, Bike&Hike etc. 
Größe: 1,78m
Gewicht: 81kg
 

Text: Dominik Sterzinger

Fotos: Silvia Schober, privat.

 

Montag, 29 Juni 2015 00:00 geschrieben von

Mein Weg ins Rampenlicht

Nachdem ich im Sommer 2013 aufgrund eines Nierensteines und innerlichen organischen Entzündungen im Krankenhaus lag und bei meinem schon sehr schlanken, durch viel Cardiotraining und Low Carb Ernährung ausgezerrten Körper, in kürzester Zeit nochmal ein paar Kilo verlor, wurde mir eines klar! Ich muss, sobald ich gesund bin, mehrere Kilos auf meinen Körper draufpacken, denn so wie es jetzt ist, sieht es nicht mehr feminin und gesund aus. Eines stand für mich jedoch von Anfang an fest - ich werde einiges zunehmen, jedoch sollen dies überwiegend stahlharte Mukkis sein!

Sobald ich wieder fit war recherchierte ich im Internet und suchte mir eine sympathische Personal Trainerin hier in Graz. Ich kontaktierte diese und ließ mir von ihr einen Ganzkörpertrainingsplan erstellen. Seit diesem Zeitpunkt ging ich regelmäßig 3-4 mal die Woche ins Training und fand darin meine große Leidenschaft! Da ich von klein auf schon immer sehr ehrgeizig war und von meiner sportlichen Vergangenheit als Skirennläuferin geprägt wurde, gab ich bei jedem Training 120 %. Schnell konnte ich positive körperliche Veränderungen feststellen, und das motivierte mich dazu, immer weiter und noch härter zu trainieren.

Im Frühjahr 2014 lernte ich eine meiner jetzigen besten Freundinnen und ebenfalls IFBB Athletin, Barbara Beit, kennen. Ich bekam den Verlauf ihrer ersten Wettbewerbe mit und seitdem stand für mich fest, dass ich eines Tages auch auf der Wettkampfbühne stehen will. Somit hatte ich nun dieses eine sportliche Ziel deutlich vor Augen und ich war noch motivierter an meinem Körper zu arbeiten. Doch nicht nur die Mukkis wuchsen, auch mein Selbstbewusstsein wurde nach und nach, mit jedem dazugewonnenen Kilo, immer größer! Trotz all dem blieb ich, wie auch heute noch, sehr selbstkritisch und ich strebe immer danach mich in jeglicher Hinsicht zu verbessern.

Im Herbst 2014 lernte ich meinen jetzigen Freund kennen und lieben, wir teilen die gleichen Interessen und uns verbindet diese eine, ganz besonders große Leidenschaft - der Kraftsport. Wir verbrachten die ersten gemeinsamen Monate mit gemeinsamem, sehr harten Training und mit vielen Cheats! Was sich im nachhinein betrachtet echt ausgezahlt hat, da ich nochmal ein paar Kilos draufpacken konnte und somit auch mehr Kraft und Energie für richtig hartes Training hatte.

Bereits Anfang Februar diesen Jahres begann ich dann mit meiner ersten Wettkampfdiät, da ich mir und meinem Körper genug Zeit lassen wollte und auf gar keinen Fall eine Crash Diät oder Low Carb Diät machen wollte.

Schlussendlich bin ich mit dem Weg, den ich während meiner ersten Wettkampfdiät gegangen bin sehr zufrieden, und ich konnte erst am Wettkampftag realisieren wie ich mich körperlich und geistig in dieser Zeit weiterentwickelt habe.

Es war für mich ein unvergessliches Erlebnis und eine tolle Erfahrung die ich sammeln durfte. Dafür bin ich sehr dankbar und eines steht für mich fest - es war mein erster, jedoch sicher nicht mein letzter Weg ins Rampenlicht!

Anmerkung der Redaktion:

Andrea siegte beim Talentecup 2015 in der Bikini bis 165 cm und holte Silber in der dortigen Juniorinnen Klasse (offen). Sie gewann Silber bei der Internationalen Österreichischen Meisterschaft 2015 in der Klasse Juniorinnen Bikini Fitness und schaffte den 4. Platz in der Bikini Fitness bis 163 cm.

Text: Andrea Hassler

Fotos: Silvia Schober, privat

Steckbrief

Name: Andrea Hassler

Geburtsdatum: 29.01.1992

Geburtsort: Judenburg

Wohnort: Graz

Beruf: Visagistin

Größe: 162cm

Lieblingssport: Bodybuilding, Skifahren, Biken

Freitag, 26 Juni 2015 00:00 geschrieben von

Mathias Sanetra: Mit Freude ans Ziel

Mit 16 Jahren und einem Gewicht von 53 kg begann ich mich für den Kraftsport zu interessieren und meldete mich im Fitnessstudio an. Gegen September 2014 erklärte ich meinem guten Freund Patrick Hocking, dass ich im Jahr 2015 unbedingt auf die Bühne möchte und dass ich von ihm lernen will.

So begann die Vorbereitung für mich. Stück für Stück arbeitete ich mich voran. Die Ernährung wurde umgestellt, die Trainingseinheiten härter und der Wille im April bzw. Mai mit den Besten auf der Bühne zu stehen war groß.

Als ich am ersten Wettkampftag (Talentecup  25. April 2015) zum ersten Mal die Bühne sah, auf der wir antreten würden, freute ich mich schon richtig darauf. Mit der Vorbereitung sowie meiner Form und Farbe war ich zufrieden. Als wir beim Aufwärmen hinter der Bühne standen, wusste ich, dass es ein spannender Wettbewerb werden würde, da viele Athleten eine tolle Physis hatten. Ich konnte meine Chance im Aufwärmraum gar nicht richtig einschätzen – zu täuschend war das Licht, zu berwältigend die Eindrücke. Der erste Augenblick vor den Zuschauern auf der Bühne zu stehen war einzigartig. Mein Gefühl bei meinem T-Walk war einfach der Wahnsinn! Mit einem besonderen Athleten verstand ich mich auf Anhieb – Leo Pauschenwein. Wir waren letzten Endes sogar gemeinsam unter den Besten drei Athleten in der Physique Kategorie (Junioren und Männer). Seit dieser Meisterschaft lassen Leo und ich oft gemeinsam die Muskeln brennen und verfolgen das gleiche Ziel: eines Tages zu den Besten der Welt zu gehören.

Beim zweiten Auftritt eine Woche später bei der Internationalen Österreichischen Meisterschaft (IÖM) in St. Pölten war die Konkurrenz noch stärker! Als ich den anderen Athleten hinter der Bühne begegnete, hab ich gesagt, dass ich glücklich sein kann, wenn ich es hier ins Finale schaffe. Bei der IÖM war ich nicht so nervös und angespannt, wie bei meinem ersten Antreten. Ich hatte große Freude an Allem. Das wollte ich dem Publikum und der Jury übermitteln. Da ich wie beim Talentecup wieder in beiden Kategorien (Junioren und Männer Physique) antrat und diese direkt hintereinander an der Reihe waren, war der Auftritt bei den Männern etwas schwieriger. Ich gab mein Bestes und hoffte, es ins Finale zu schaffen.

Die Freude war groß, als ich meinen Namen auf der Liste der Finalisten fand.

Nach dem T-Walk in beiden Kategorien fiel mir ein Stein vom Herzen, da ich monatelang nichts anderes im Sinn hatte, außer diesen beiden Wettkämpfen. Die erste Saison war vorbei. Die harte Arbeit der letzten Monate würde sich nun zeigen. Bei der Siegerehrung hatte ich endlich das Resultat und ich war sehr zufrieden und glücklich, als ich am Ende den zweiten Platz bei den Junioren Physique und den dritten Platz in der Männer Physique Klasse schaffte.

Nun liegt der Fokus auf dem nächsten Wettkampf!

Text: Mathias Sanetra

Fotos: Silvia Schober, Arthur Kamarad, Christoph Aumayr, privat.

Mittwoch, 24 Juni 2015 00:00 geschrieben von

Carina Glatzl: Alles oder Nichts!

T-Walk, Vierteldrehungen und Wettkampvorbereitung – drei Worte, welche mich in den letzten Monaten vor dem Talentecup 2015 sehr beschäftigt haben. Dabei hat alles mit einer einfachen Frage begonnen: 'Möchtest du nicht einmal auf die Bühne gehen?' fragte mich damals eine gute Freundin während des Trainings. Bühne? Ich? Nach einem schweren Bandscheibenvorfall einige Monate zuvor? Für mich absolut undenkbar!

„Du hast so einen breiten Rücken, und breite Schultern. Du siehst aus wie ein Mann!“ Mit diesen Worten wurde ich in den vergangenen Jahren oft gehänselt. Da war mir allerdings noch nicht klar gewesen, dass dies einmal zum Vorteil für mich sein könnte.

Im Jahr 2012 fand ich mich nach Hineinschnuppern in verschiedenen Sportarten in einem Fitnessstudio wieder - mit großer Motivation und als Ausgleich neben meinem Job in der Bank war das Gym eine nette Abwechslung.

Als ich 2013 meinen jetzigen Partner Richard Filz kennenlernte, war mir noch nicht klar, wie positiv dies mein Leben verändern würde. Richard hatte bereits damals mehrere Jahre Trainingserfahrung. Er erkannte mein Potential und nahm sich meiner an. Trainingseinheiten wurden intensiviert und meine Ernährung komplett umgestellt Ich sah erste Fortschritte und entdeckte meine Leidenschaft für diesen Sport. Mittlerweile kann ich ohne das Eisen nicht mehr sein ;-)

Meine Motivation war groß das Bestmögliche aus mir herauszuholen und so wagte ich heuer im Frühjahr den Schritt auf die Wettkampfbühne. Meine Rückenprobleme machten mir die Situation nicht gerade einfach - aber aufgeben gab es bei mir nicht! Ich ging regelmäßig massieren und machte täglich Dehnungsübungen für meine Rückenmuskulatur.

Die Vorbereitung für den Wettkampf verlief nach Plan. Angefangen bei konsequentem Vorkochen und regelmäßigen Trainingseinheiten bis hin zu nahezu täglichem Posingtraining war alles dabei. Es fiel mir nicht schwer, diese Dinge konsequent durchzuziehen, denn ich wusste was mein Ziel war. Mein Partner, meine Familie und meine Freunde gaben mir die beste Unterstützung. Für mich gab es kein Wenn und kein Aber! Ganz oder gar nicht war meine Devise.

Es macht mir sehr viel Freude zu beobachten, wie stark sich mein Körper durch die richtige Ernährung und das intensive Training zum Positiven veränderte. Mit der Zeit hatte ich auch Gelegenheit andere sehr nette Athletinnen kennenzulernen und mich mit diesen über die sozialen Netzwerke auszutauschen. Durch diesen Zusammenhalt untereinander machte mir unser Sport gleich noch mehr Spaß.

Auf der Bühne

Am 25. 04. 2015 beim Talentecup in Wien konnte ich erstmalig meine Ergebnisse präsentieren und belegte den 2. Platz in meiner Klasse der Bikini über 165 cm. Dieses unglaubliche Gefühl sich nach monatelanger harter Arbeit auf der Bühne vor den Wertungsrichtern und den Sportbegeisterten zu zeigen - einfach unbeschreiblich! Noch am selben Tag fuhren wir sofort nach Beendigung des Talentecup nach Budapest zum dortigen Fitbalance Cup. In Budapest konnte ich meine Klasse gewinnen und war wahnsinnig stolz darauf.

Durch den Sieg in Ungarn startete ich höchstmotiviert in die letzte Vorbereitungswoche für die Internationale Österreichische Meisterschaft am 02.05.2015 im VAZ St. Pölten. Ich holte nochmals alles aus mit heraus. Und es war DER Wahnsinn: Ich holte Gold in meiner Klasse der Bikini Fitness über 169 cm und - für mich völlig unerwartet - den Gesamtsieg aller Bikini-Fitness-Klassen.

Ich kann kaum in Worte fassen wie unglaublich schön es war, als mein Name ausgerufen wurde. Es rührte mich zu Tränen da ich nun wusste - ich habe es geschafft! Alles was ich mir für die Saison vorgenommen hatte, hat funktioniert und ich war überglücklich.

Nach dieser für mich absolut erfolgreichen ersten Wettkampfsaison bin ich auf den Gusto gekommen: Ich komme wieder und ich bereite mich bereits für die Wettkampfsaison im Frühjahr 2016 vor.

Ich möchte mich hiermit bei der IFBB-Austria für die tolle Unterstützung und die unglaublich tollen Veranstaltungen bedanken. Danke, dass ihr uns Athleten die Chancen gebt, International starten zu dürfen.

Diese Erlebnisse werden mich mein Leben lang prägen und ich bin sehr dankbar dafür.

Text: Carina Glatzl

Fotos: Silvia Schober

Mittwoch, 17 Juni 2015 00:26 geschrieben von

Coaching - Das optimale Startniveau

Wohl in keiner Phase einer betreuten Wettkampfvorbereitung kommt dem Coach ein hohes psychologisches Geschick derart zu Gute wie in dem Zeitfenster unmittelbar vor dem Antritt. Schon in den letzten Tagen vor dem Event sind Athleten gerne geneigt auch den letzten Halm zu ergreifen um der eigenen Form nochmals einen Schub zu geben. - Wer sich hier nicht auf eine gewissenhafte und geplante Vorbereitung stützen kann, der wird allesgläubig. In den letzten Minuten vor dem Gang auf die Wettkampfbühne spitzen sich Gedanken, Ängste und Hoffnungen aber dann nochmals zu. Fehler der Trainingseinheiten blitzen in die Gedanken, "unsaubere" Mahlzeiten erscheinen vor dem inneren Auge, die Hände werden schweißnass, der Puls beginnt zu steigen, die

Nervosität steigt in nicht bekannte Höhen, die Zuversicht schwindet...

Gemeinhin wird dieses Verhalten als "Lampenfieber" wohl jedem Sportler bekannt sein. Und eigentlich weiß man: Das Leben geht weiter! Aber ist das Leben eines Wettkampfathleten nicht zu einem gerüttelt Maß eben jener Auftritt vor dem Publikum? Man will niemand enttäuschen, will seine Leistung zeigen, will womöglich auf dem Stockerl seinen Platz ermittelt wissen. Und eigentlich wäre das ja drin gewesen, wenn nicht...

Was ist das eigentlich: Lampenfieber

Anspannung, Nervosität, Versagensängste vor einem Auftritt werden gerne als "Lampenfieber" gekennzeichnet und grundsätzlich gehört dieses heutzutage wohl eingeordnet zu der Gruppe der Angststörungen. Dabei ist "Stress als Reaktion auf eine bevorstehende Aufgabe zunächst aus dem Verlauf der Evolution heraus als durchaus nützliche Eigenschaft anzusehen. Das Beispiel mit dem Höhlenmenschen der auf einen Säbelzahntiger trifft und daraufhin flugs die Flucht ergreift wird vielen durchaus bekannt sein. - Und nicht wenige werden sich daraufhin gefragt haben: Kann man denn schneller sein als ein Säbelzahntiger?  Aber auch wenn dieses Beispiel hinken mag, Lampenfieber ist - wenn auch nicht angenehm - so doch nützlich (gewesen). Binnen Augenblicken wird Adrenalin eingeschossen, die Herzfrequenz erhöht, das Atemvolumen gesteigert und Wachheit, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit auf das höchste Niveau geregelt. Wir sind bereit für den Kampf.

Was aber, wenn gar kein Kampf im eigentlichen Sinne ansteht sondern eine mündliche Prüfung oder Klausur? Wer jemals vor großem Publikum eine Rede halten musste wird die Situation kennen - niemals fühlt man sich verlassener von Worten und Gedanken als zu diesem Zeitpunkt. Ähnlich unpassend ist eine "körperliche Kampfbereitschaft" als Sänger, Chirurg oder - disziplinenabhängig - als Wettkampfathlet. Das heißt: So ganz falsch ist ein gesteigertes Erregungsniveau vielleicht dann doch nicht. Zweikampfsportler sind in gewissem Umfang wohl gar darauf angewiesen in den Wettkampfmodus zu schalten und auch auf der Bühne und im Rampenlicht werden sich wenige finden die diesen "Startzustand" nicht als Teil der Wettkampf-Erfahrung verklären und genießen.

Richtiger wäre es also in diesem Falle von einem geeigneten Erregungsniveau zu sprechen und tatsächlich gibt es in der Sportliteratur hierfür den Begriff des optimalen Startzustandes oder des optimalen Erregungsniveau.

Zuviel oder zu wenig: Das Optimum

Sofern wir folgend also vom optimalen Startniveau sprechen impliziert das "Optimal" bereits Grenzen, die auf dieser wie auf jener Seite existieren. Ein Zuviel wirkt lähmend, ein Zuwenig einschläfernd. Exakt diese Einordnung der Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit des Erregungsniveaus beschrieben zu Beginn des 20. Jahrhundert (1908) zuerst die amerikanischen Psychologen Robert Yerkes und John D. Dodson. - Deren zughöriges Postulat, das Yerkes-Dodson-Gesetz, findet noch heute Eingang in die sportpsychologischen Arbeiten quer über den Globus.Und damit wir uns an dieser Stelle nicht falsch verstehen: Natürlich ist das Ganze nur ein Gedankenmodell, allerdings sollten wir auch die Konsequenzen daraus nicht unberücksichtig lassen. Im heutigen Leistungssport werden die Entscheidungen im engen Prozentbereich gefällt und wer seine Leistung nicht zu 100% abliefern kann ist schlichtweg schlecht beraten. Denn auch wenn ein jeder von uns mit Schwächen an dieser oder an jener Stelle geplagt ist: Eine gute Show, ein souveräner Antritt kann hier noch vieles retten - oder alle Hoffnung begraben. So kennen wir "Trainingsweltmeister" die im Studio oder engen Freundeskreis brillieren, beim Wettkampf aber vollends wegbrechen ebenso wie die "Rampenschweine" die sich erst auf der Bühne zu voller Leistung entfalten können.

Gefahr erkannt - Gefahr gebannt?

Wir kennen nunmehr also das Geheimnis des optimalen Startzustandes und wissen um dessen Bedeutung für den Erfolg. - Einzig: Was nützt uns das? Eingangs sprachen wir vom psychologischen Geschick des Coaches oder dem, der dem Athleten vor Ort betreuend zur Seite steht. Und im Grunde sind wir dort schon an der richtigen Stelle, denn um es vorauszuschicken: Sich selbst entsprechend einzustellen ist ein lange währender Akt und bedarf ebenfalls einer sachkundigen Anleitung. Einer der renommiertesten Ansprechpartner hierfür ist ganz sicher Prof. Hans Eberspächer der mit seinem "Standardwerk: Gut sein, wenn's drauf ankommt" sehr gute Möglichkeiten für ein erstes Selbststudium anbietet. Eine seiner Methoden, mit Triggern und Ankern zu arbeiten, lässt sich bei vielen Profisportlern auch live verfolgen. Es wird über lange Zeit hinweg ein mentaler Rückzugsraum implementiert in den der Athlet durch eine wohl nahezu beliebige Aktion eintreten kann. Ein drehen am Ehering, ein Kniff am Ohr - und der Focus zieht sich auf das Elementare zusammen. Eine weitere Möglichkeit in den eigenen mentalen Korridor zu gelangen ist die "Ritualisierung". - Ein exakter und in kleinen Schritten ablaufender, immerwährend gleicher Ablauf an dem entlang sich der Sportler Schritt für Schritt in den optimalen Erregungszustand manövriert. Es gibt Athleten, die bereits Stunden vor dem Antritt beginnen die Sporttasche anzuordnen, das Handtuch bereitzulegen, dieses hier und jenes dort erledigen. Die kleinen aber bekannten

Schritte geben Sicherheit und lenken die Gedanken entlang einem roten Faden zum Ziel.

Wir alle wissen von Trainern die aus guten Sportlern die Besten machen. - Und gerade für Coaches die Athleten auf dem Weg zur Bühne betreuen empfiehlt es sich um die Möglichkeiten der Regulation des Erregungsniveaus zu wissen. Der eine will aktiviert werden um seine Leistung abrufen zu können, der andere braucht eher Zügelung um nicht über das Ziel hinaus zu schießen. Zum Handwerkszeug des erfolgreichen Betreuers gehören an dieser Stelle ganz sicher geeignete mentale Mittel um den Sportler frühzeitig abzuholen und auf das optimale Niveau zu bringen. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich eine lange währende Vorbereitung nicht derart auszahlt wie es möglich gewesen wäre.

Text: Jürgen Scherer

Weitere interessante Fachartikel von Jürgen Scherer unter www.moosbummerl.com

Montag, 25 Mai 2015 00:00 geschrieben von

Gerald Kerschdorfer: Meine Eindrücke und Erlebnisse von der EM 2015!

„Aim for the impossible, achieve the amazing.“

Der Anreisetag

Zugegeben war der Anreisetag und die Zeit bis zur Abwaage nicht gerade die angenehmste, da Ich bereits hier auf das meiste meiner vorbereiteten Mahlzeiten und aufs Trinken verzichtete um auch sicher das Gewichtslimit einzuhalten. Unzählige Toilettenbesuche und regelmäßiges Posing auch am Flughafen waren an der Tagesordnung, um zusätzlich noch an Gewicht zu verlieren. Dabei erhält man vom einen oder anderen Reisenden schon mal skeptische Blicke aber das störte mich nicht. Ich hatte ein Ziel! Einen Vorteil hatte die Abwaage jedoch, dadurch kam wenigstens mein Puls wieder in Schwung der den ganzen Tag schon im Keller war. Geschafft! Angemeldet und abgewogen. Nun war es endlich so weit, Zeit die Waffen zu laden. Nichts wie rein mit den Kohlenhydraten, um in Topform zu kommen.

Competition Day

Die Classic Bodybuilder waren gleich am ersten Abend der Veranstaltung an der Reihe und ich war schon sehr neugierig auf die Stimmung, die Konkurrenz und die Atmosphäre bei einer Europameisterschaft.
Mit meinen Einschätzungen über eine eventuelle Platzierung hielt ich mich eher zurück und sah es realistisch. Mir war klar, dass ich als völlig unbekannter Neuling bei einer international so großen und bedeutenden Meisterschaft, hier bestimmt nicht um Topplatzierungen mitkämpfen würde. Daher stellte ich mich auf einen harten Kampf mit meinen Mitstreitern ein und hoffte zumindest das Semifinale zu erreichen.

Im Backstage Bereich ging dann alles ziemlich schnell. Man wurde aufgerufen, hatte noch kurz Zeit sich aufzuwärmen und dann ging es auch schon los.

Ich machte meinen ersten Schritt auf die beeindruckende Bühne und da war es wieder dieses eine Gefühl, diese unglaubliche Motivation und der unzähmbare Wille sich bestmöglich zu präsentieren und den eigenen Körper darzustellen wie ein Kunstwerk.

Bei den Fünfer-Vergleichen versuchte ich einfach mein Bestmögliches zu geben, um den Sprung in die Top 15 zu schaffen, was mir auch gelang. Jetzt wollte ich noch den ein oder anderen Platz gut machen.  Als kleine Draufgabe quasi.

Als ich dann im Semifinale gleich zum ersten Vergleich nach vorne geholt wurde gab es für mich nur mehr eines, kämpfen, kämpfen, kämpfen und volle Attacke!

Der Einzug ins Finale war für mich plötzlich in greifbare Nähe gerückt und ich hatte nur mehr Augen für die Judges. Alles andere war wie weggefegt, nicht mal mehr die Zurufe meiner Teamkollegen nahm ich wahr.

Die Vergleiche wurden sehr schnell durchgezogen. Hier blieb absolut keine Zeit zum Durchatmen und die einzelnen Posen mussten schnell und präzise gesetzt werden. Dann ging´s auch schon wieder in den Backstagebereich, wo alle gespannt auf die Bekanntgabe der Finalisten warteten.

Ein sehr ernst wirkende Mitarbeiter kam auf uns zu und gab die Startnummern der 6 Finalisten bekannt, und wirklich ich hatte es bis ins Finale geschafft.

Jedoch blieb keine Zeit sich darüber auch nur einen Gedanken zu machen, da wir sofort wieder auf die Bühne mussten. Also ab in eine neue Runde, meine Motivation kannte hier bereits keine Grenzen mehr und ich wollte nur noch performen und posen. Bei den Vergleichen zog ich mein gewohntes Programm durch da es sich bisher gut bewährt hatte, dann war nur mehr mein Lieblingsteil zu absolvieren - die Kür.

Schnell versuchte ich diese hinter der Bühne noch einmal, was mir komischerweise nicht einmal gelang. Das beruhigte mich nicht gerade ... Aber jetzt gab es kein Zurück mehr. Ich betrat die Bühne und da war es wieder dieses eine Gefühl, ich wollte den Judges und den Zuschauern um jeden Preis eine tolle Show bieten und hoffte mit meiner im klassischen Stil gehaltenen Kür überzeugen zu können. Ich ging in die Ausgangspose und plötzlich war alles wieder da, jede Pose saß, alle Bewegungen waren flüssig und fehlerfrei und ich hatte richtig Spaß dabei.

Nun war es geschafft ich hatte mein Bestmögliches gegeben und konnte nur mehr auf die Siegerehrung warten. Das Wichtigste für mich persönlich war und ist es immer mein Bestes zu geben ganz unabhängig von der erreichten Platzierung, denn wenn ich eines nicht verkrafte, dann ist es nicht 100% gegeben zu haben, egal ob auf der Bühne, beim Training oder der Diät das könnte ich mir selbst nie verzeihen.

Nun war es so weit die Stunde der Entscheidung, wir wurden auf die Bühne geholt zur Siegerehrung.

Von nun an wartete ich nur noch gespannt wann denn mein Name aufgerufen würde. Der sechste Platz wurde vergeben und ich war erleichtert, mit dem fünften Platz wäre ich bereits sehr zufrieden gewesen doch nein, auch dieser ging an einen Konkurrenten. Komischerweise wollte ich jetzt plötzlich unter keinen Umständen Vierter werden, da ich bereits am Bühnenrand die wunderschönen Medaillen glänzen sah.

Die Spannung war fast unerträglich und mein Puls stieg ganz leicht an. ;) Dann war es so weit.  Der vierte Platz wurde vergeben und er ging an einen Athleten aus Polen. Nun war es klar ich werde diese Bühne mit einer Medaille verlassen, und ich war mir eigentlich recht sicher, dass ich jetzt als Dritter aufgerufen würde. Doch nein! Der dritte Platz ging wieder an einen Athleten aus Polen. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich gar nicht mehr fassen, was hier passierte und verstand auch nicht mehr, was ich damit erreicht hatte. Schließlich belegte ich den zweiten Platz und holte mir die Silbermedaille mit nur 2 Punkten Abstand zum Sieger - das alles bei meiner ersten Teilnahme an einer EM! Welch´ eine Sensation! Das hätte ich nie zu träumen gewagt. Es war ein absolut unbeschreibliches Gefühl, als mir diese hell glänzende Silbermedaille umgehängt wurde. Doch so richtig realisiert habe ich erst in den darauf folgenden Tagen, was ich damit eigentlich erreicht hatte und welche große Bedeutung das für mich hat.

Als ich an den folgenden Tagen unter den Zuschauern saß und mir die anderen Klassen anschaute, bemerkte ich erst wirklich welch hohes Niveau hier gezeigt wurde und konnte kaum glauben, dass ich hier mitgehalten hatte.

Alles in allem war es für mich eine tolle Zeit in Spanien. Ich sammelte viele neue Eindrücke und Erfahrungen, lernte interessante Leute kennen und konnte wertvolle Wettkampferfahrung sammeln.

Auch die Stimmung und der Zusammenhalt im Nationalteam waren großartig, wodurch viele neue Freundschaften entstanden. Alles gipfelte natürlich für mich in dem Gewinn dieser hell glänzenden Silbermedaille und ich bin stolz diese für Österreich und natürlich für unser Team errungen zu haben. Ich bin sehr dankbar, dass ich so einen unglaublichen Moment auf der Bühne erleben durfte und da ich diesen Sport mit größter Leidenschaft und Hingabe betreibe, bedeutet dieses Erlebnis für mich um so mehr. Diese Erinnerungen werden mich ein Leben lang begleiten.

Wie sicherlich alle Wettkampfathleten unter uns wissen, ist unser Sport nicht gerade einfach. Er erfordert sehr viel Einsatz, Durchhaltevermögen und Disziplin.

Man durchlebt auch schwierige Zeiten und muss auf vieles verzichten aber eben genau das macht diesen Sport aus und man lernt die einfachen Dinge im Leben wieder deutlich mehr zu schätzen. Wenn man dann noch das Glück hat und solch einen unglaublich schönen Moment erleben darf, bestätigt das um so mehr, dass sich harte und ehrliche Arbeit durchaus bezahlt macht.

Bodybuilding ist eben ein ganz besonderer Sport, deshalb "Bleibt am Eisen"! ;)

Mit sportlichen Grüßen

Euer Vize-Europameister ;)

Text: Gerald Kerschdorfer

Fotos: Bodyxtreme, IFBB





   
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