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    Wolfgang Schober: Tipps für die Bühne (Teil 2)

    Die Posingrunde

    Posingroutinen mit Ideen werden honoriertPosing

    • Wer meint, es wäre eine tolle Idee in der Posingrunde zu der frei gewählten Musik erneut die Grundposen runterspulen zu können, der ist schwer am Holzweg. Warum? Die Wertungsrichter (WR) haben zu diesem Zeitpunkt bereits 2x die Grundposen eines jeden Finalisten bewertet. Sie sind überhaupt nicht neugierig darauf diese auch noch ein 3. Mal zu sehen. Es wird eine phantasiereiche, rhythmische Präsentation erwartet.
    • Wer meint es in der Posingrunde manchen Profis nachmachen zu müssen und in „Gaststarmanier“ auf der Bühne hin und her marschieren zu müssen, um dann letztendlich die 17. Most Muscular zu setzen, wird gnadenlos runtergewertet. Warum? Hin und her marschieren auf der Bühne ist nicht sonderlich einfallsreich – ideenreiche Küren werden aber gerne gesehen und auch entsprechend honoriert. (Übrigens: Bei Profiwettkämpfen der IFBB-Pro League wird die Posingrunde nicht gewertet. Sie ist nur Show!)
    • Das Publikum während der Posingrunde mehrmals zum Mitklatschen oder Johlen oder was immer durch entsprechende Handbewegungen aufzufordern, gilt bei guten Posern und WR gleichermaßen als absolutes No Go. Merke: Wer gut auf der Bühne post, erhält ohnedies Zwischenapplaus. Wer also das Publikum zum Klatschen auffordern muss, hat ohnedies bereits etwas falsch gemacht, dann ist das Gebotene einfach nicht gut genug gewesen, dass die Zuschauer von sich aus mitgehen würden. Und wenn jemand  zwar auffordert und dennoch klatscht keiner, so ist das urpeinlich.
    • Dieselben Prinzipien gelten für den I-Walk der Männer Physique. Es gilt: Wer den I-Walk nicht beherrscht, wird mit Punkteabzügen rechnen müssen und sei sein Body noch so perfekt ...

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    Text: Dr. Wolfgang Schober

    Fotos: Silvia Schober